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Das Herz des Fußballs

Wer zum Teufel braucht Oberränge, Sitzpolster, Videowürfel und Turnhallenatmosphäre? Echten Fans reichen ein Spielfeld und drei Buden: eine Bierbude, eine Bratwurstbude und eine Bruchbude als Vereinsheim. Sie wissen: In der Kreisliga schlägt das Herz des Fußballs! Beispiele dafür gibt es genug. Auch in Dortmund.

 
Goystadion
Schumannstraße
Ein Glück: Nr. 7 kann wieder stehen.
VfL Hörde II – TuS Eichlinghofen II 1:0

Kreisliga ist das Schärfste überhaupt. Vor allem, weil die Spieler keine Simulanten sind. Wenn einer umfällt, dann vor Schmerzen. Und nicht, weil das Syndesmoseband kribbelt, der Hüftbeuger zwickt oder der Schließmuskel juckt. Was soll man aber von Eichlinghofens Nr. 7 halten? Bekommt einen Freistoß ab, geht krachend zu Boden wie eine gefällte Eiche und will nicht wieder aufstehen. Dazu hört man Hochfrequenztöne und Schnappatmung, die es sonst höchstens im Kreißsaal gibt. Ratlose Mienen bei den Mitspielern. Nur Nr. 10 hat den Durchblick und einen schmerzhaften Verdacht: „Klöten?“. Nr. 7 nickt und schweigt. Au weia. Volles Rohr auf die Klöten.

Bewertung
Untergrund: Asche!!!
Unterhaltung: Klöten-Contest
Unterstand: Vereinsheim mit Ausschank
Und sonst: eine echte Perle in bester Lage – Geheimtipp!

 
Schallacker
Ball weg, Steve am Boden.

SUS Hörde - BSV Fortuna Dortmund 58 2:2

Kreisliga-Fußball ist das Schärfste überhaupt. Vor allem, wenn der Libero Zeitsoldat oder Aufseher in Santa Fu war. „Na, schon platt?!“ raunzte die Schrankwand mit der Nummer 5 den Nebenmann an. Gespielt waren da noch keine zwölf Minuten. Klare Botschaft, kernige Ansprache. Trotzdem ging der Gegner zweimal in Führung. Dann zeigte die Kreisliga ihr wahres Gesicht: Kampf um jeden Meter, Dramatik bis zum Schluss. 89. Minute, Freistoß von halblinks, kurzer Anlauf, brasilianischer Abschluss, Innenpfosten oben rechts, keine Chance für den Keeper. Ausgleich und Schlusspfiff. Und dann noch das Ambiente. Hinten die betörend nostalgischen Reste von Phönix West, rechts mannshohe Rohre im Dreierpack, davor das Domizil des SUS Hörde, ein Relikt aus der Anfangszeit des Barackenbaus.
Fazit: Der Schallacker – eine großartige Bühne für Industrie- und Spielkultur.

Bewertung
Untergrund: Asche!!!
Unterhaltung: Steve!!!
Unterstand: an der Bierbude - ansonsten Fehlanzeige
Und sonst: immer einen Besuch wert

Ball weg, Steve am Boden.
Kopfnuss, Steve (gleich) am Boden.
Kopfnuss, Steve am Boden.
Chance versiebt, Steve am Boden.
Standbein umgehauen. Steve am Boden.

Chance versiebt, Steve am Boden.

Chance versiebt. Steve am Boden.
 
Schumannstraße
SchumannstraßeKreisliga ist wie Urlaub. Sie kommen
als Fremder und gehen als Freund.

FC Merkur 07 - SC Dortmund 87/08 II 0:1

Kreisliga-Fußball ist das Schärfste überhaupt. Vor allem, weil die Trainer richtig harte Knochen sind. Als Zangengeburt auf die Welt gekommen, ohne Freunde und Spielzeug aufgewachsen, gelitten unter Akne, Stimmbruch und Pubertät, hinabgestiegen in die Kreisliga B, Staffel 3, von dort werden sie kommen, zu richten über die Weicheier und Schönspieler. Psychologie? Fast so schlimm wie onanieren. Taktik? Nur was für Hinterlader. Raute oder Doppelsechs? Scheißegal - Hauptsache immer hart am Mann. Auf Asche ist wie Krieg. Was dort zählt sind Bürstenschnitt, Kanisterkopp und ein Brustkorb wie ein Flugzeughangar - für eine krachende Kabinenpredigt und zackige Kommandos. AUSSCHWÄRMEN! AUSSCHWÄRMEN! Was im Spiel Amis - Vietcong grandios in die Hose ging, reicht heute immerhin für ein Tor und drei Punkte.

Bewertung
Untergrund: Asche!!!
Unterhaltung: Pils und Currywurst im "Merkuraner"
Unterstand: vorhanden
Und sonst: grandioses Ambiente im Herzen der Nordstadt


 

 
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