Nicht-ohne-meinen-Ball.de
Banner
Home | Aktuell | Profil | Spielberichte | Fußball in ... | Kreisliga | Fotogalerie | Links | Impressum | Suche
Zenit St. Petersburg – Borussia Dortmund 2:4

Petrowskij-Stadion, 25. Februar 2014, 14.000 Zuschauer

Zenit St. Petersburg – Borussia Dortmund 2:4

Überfälle auf friedliche Menschen. Angst, nur weil man sich für Fußball interessiert. Hunderte Sondermilizionäre, die den Weg zum Stadion sichern. Privatautos voller Hooligans, die überall Jagd auf Ausländer machen – in der Nacht genauso wie am helllichten Tag. Quarzhandschuhe und Mundschutz als Ersatz für Gastfreund- schaft. Wie viel zählt ein Sieg, wenn er unter solchen Umständen zustande kommt?

Der Stadionsprecher trug (bewusst?) seinen Teil zur feindseligen Stimmung bei. „Zenit St. Petersburg, ROSSIJA, gegen Borussia Dortmund, GERMANIA”. Scheinbar war dies für einen Teil der russischen Öffentlichkeit ein Länderspiel. Bzw. eine gute Gelegenheit, dem verhassten deutschen Feind zu zeigen, wo Hammer und Sichel hängen. Umgekehrt sind die vier Auswärtstore nicht nur als sportlicher Erfolg zu werten. Am 23. Februar haben die Leningrader den Sieg über Deutschland gefeiert. Zwei Tage später haben wir den Spieß umgedreht.

So groß die Angst vor dem Spiel war, so groß waren Erleichterung und Freude danach. Und all diejenigen, die die Heimreise mit Beulen und Schrammen aber ohne Smartphone und Rucksack antraten oder das Spiel aus Angst auf dem Hotelzimmer statt im Stadion verfolgt hatten, dachten bereits an das Rückspiel: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Das ist zwar nicht von Puschkin, sollten sich die Zenit-Hools aber trotzdem merken.

 


mehr Fotos >>


 
© 2007 - 2008 COCUYO Medien-Design